ehcWer in Herford punktet, muss nicht unzufrieden sein. Vorjahresmeister Ratingen hat dort in dieser Saison bereits verloren, die Neuwieder Bären ließen am Freitagabend hingegen nur einen Zähler liegen. Mit 5:4 setzte sich der EHC nach Penaltyschießen durch und machte deutlich, dass einem diese Disziplin im Kampf um einen Zusatzpunkt gut liegt. Wie schon am vergangenen Sonntag daheim gegen die Ratinger Ice Aliens bewiesen die Deichstädter die besseren Nerven. „Da haben wir mit unseren Leuten natürlich eine richtig gute Qualität“, sagte Neuwieds Teammanager Carsten Billigmann. Felix Köbele und Stephan Fröhlich trafen, während sich Felix Köllejan bei drei Versuchen nur dem Ex-Neuwieder Jan-Niklas Linnenbrügger geschlagen geben musste. „Nach diesem Spiel würde ich sagen, dass wir zwei Punkte gewonnen und nicht einen verloren haben“, so die Einschätzung von Trainer Jens Hergt.
Der EHC, bei dem Kevin Kopetzky aus beruflichen Gründen fehlte und Lucas Leuschner kurzfristig aufgrund von Magen-Darm-Problemen absagen musste, tat sich vor gut 600 Zuschauern schwer, zu seinem Spiel zu finden. Dazu trugen aber auch die sehr engagierte Herforder Mannschaft bei, die mit einer läuferisch und kämpferisch starken Leistung zeigte, warum die Punkte aus Ostwestfalen so schwierig zu entführen sind. „Sie haben richtig Gas gegeben und wir konnten unsere Stärken nicht ausspielen“, merkte Hergt an.
Aber die Bären kämpften und kamen nach drei Rückständen zurück. Rylee Orr (6.) und René Sting (27.) egalisierten die Herforder 1:0- und 2:1-Führung. Felix Köbele brachte sein Team nach der Hälfte der Spielzeit erstmals in Front. Dann waren die Dragons jedoch wieder am Zug: Sven Johannhardt mit seinem zweiten Treffer des Abends (36.) und Alexander Lindt (42.) brachten die Bären unter Zugzwang. Aber die können im letzten Drittel, und das haben schon einige Partien in dieser Saison gezeigt, einen Nachteil ausgleichen. Alexander Bill überwand Lars Morawitz zum 4:4 (47.) und schoss sein Team damit ins Penaltyschießen. Zum zweiten Mal in Folge ging das Hergt-Team in diese Disziplin und freute sich über zwei Punkte, auch wenn sie schon stärkere Auftritte in dieser Spielzeit aufs Eis gebracht hatte.

Herford: Morawitz (Rusche) – Schinke, Becker, Gehring, Brinkmann, Kiel, Rempel – Lindt, Nasebandt, Johannhardt, Evans, Linnenbrügger, Bohle, Staudt, Vitte, Schmunk, Ransiek.
Neuwied: Köllejan (Frensel) – Schütz, Trimboli, D. Schlicht, Halfmann, Elzner, Neumann – Fröhlich, Sting, Orr, Blumenhofen, Köbele, Felföldy, Reiner, S. Schlicht, Bill.
Schiedsrichter: Eugen Schmidt.
Zuschauer: 618.
Strafminuten: 18:18.
Tore: 1:0 Donatas Vitte (Nasebandt) 3′, 1:1 Rylee Orr (S. Schlicht, Köbele) 6′, 2:1 Sven Johannhardt (Bohle, Linnenbrügger) 19′, 2:2 René Sting (Neumann) 27′, 2:3 Felix Köbele (Schütz, Trimboli), 30′, 3:3 Sven Johannhardt (Linnenbrügger, Bohle) 36′, 4:3 Alexander Lindt (Schmunk) 42′, 4:4 Alexander Bill 47′. Penaltyschießen: 4:5 Stephan Fröhlich.

René Sting (links) glich in Herford zum zwischenzeitlichen 2:2 aus.

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