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Regionalliga-West.
Dieser Doppelpack hat es in sich! Die Neuwieder Bären gehen als
Außenseiter in die beiden anstehenden Spiele der
Oberliga-Aufstiegsrunde: Am Freitag, 20 Uhr, gastieren die Deichstädter
bei den Moskitos aus Essen. Zwei Tage später, am Sonntag, empfängt die
Mannschaft von EHC-Trainer Bernd Arnold um 19 Uhr im heimischen Ice
House den Regionalligameister Herner EV.
„Wir sind in beiden Spielen definitiv der Außenseiter, aber wir sind
sicherlich nicht komplett chancenlos. Wir wollen die Favoriten wie bei
unserem ersten Spiel in Herne ärgern. Wenn dabei auch Punkte
herausspringen, ist das umso schöner.“
Vor
dem Blick auf die anstehenden Spiele zunächst einmal der kurze Blick
zurück auf den 4:3-Sieg nach Penaltyschießen gegen den Herforder EV am
vergangenen Sonntag. Denn der Gegner aus der Oberliga hat Protest gegen
die Wertung des Spiels eingelegt. Hintergrund: In der Oberliga folgt bei
Unentschieden erst eine Verlängerung, dann das Penaltyschießen. In der
Regionalliga wurde bisher ohne Overtime gespielt. Die Unparteiischen in
Neuwied verzichteten daher auf die Verlängerung und baten beide Teams
gleich zum Penaltyschießen. Das wiederum bemängelt nun Herford – und
sorgt damit für Belustigung bei EHC-Trainer Arnold. „Das ist doch
lächerlich, dafür habe ich kein Verständnis. Wenn man verliert, dann
sollte man das mit Anstand tun. Und wenn überhaupt, dann wurden doch wir
benachteiligt. Durch die Spieldauerstrafe gegen Herford hätten wir drei
der fünf Minuten der Verlängerung in Überzahl gespielt. Da hätten wir
doch viel größere Chancen auf einen Sieg gehabt als im Penaltyschießen,
in dem die Chancen wieder 50 zu 50 standen. Was also soll der Protest
jetzt bringen? Das Herford in drei Wochen noch mal zu uns kommt und wir
nur die Overtime spielen?“
Erfreulich war für den Bärentrainer hingegen die Art und Weise, wie sich
seine Mannschaft präsentiert hatte. „Wir haben uns doch super verkauft
und nur sehr unglücklich noch das 3:3 kassiert. Ich denke, der Sieg nach
Penaltyschießen war die gerechte Belohnung.“ Zu der auch der
wiedergenesene Kapitän Stephan Petry und Neuzugang Philipp Büermann mit
jeweils einem Treffer beigetragen hatten. „Stephan hat uns schon
gefehlt, das hat man gesehen. Er war gleich wieder präsent und hat ein
wichtiges Tor geschossen, auch wenn er sich bei manchen Strafen und
Aktionen vielleicht ein wenig zügeln sollte. Auf der anderen Seite setzt
er damit Reizpunkte – von diesem Schlag haben wir nicht viele Spieler im
Team. Er hat in jedem Fall einen super Job gemacht – wie auch Philipp
Büermann, der weit über Regionalliganiveau spielen kann. Ich habe mich
unter der Woche im Training mit ihm unterhalten. Ich spüre, wie froh er
ist, dass er wieder dabei ist. Die Lust ist einfach wieder da, er wird
noch sehr wertvoll für unsere Mannschaft werden.“
Durch die Rückkehr von Petry und die Verstärkung von Büermann kann
Arnold am kommenden Wochenende personell aus dem Vollen schöpfen, da
auch der gesperrte Willi Hamann ins Team zurückkehrt. „Wir haben zehn
starke Stürmer, das ist für die Regionalliga sicherlich nicht
selbstverständlich. Ich mache mir noch Gedanken, wer in den Spielen am
Wochenende vielleicht etwas weniger Eiszeit bekommt. Vielleicht wechseln
wir im Spiel durch, vielleicht machen wir es von Spiel zu Spiel
unterschiedlich. Ich muss mir das noch überlegen und die Eindrücke aus
dem Training berücksichtigen.“
Mit Blick auf die kommenden Gegner sagt Arnold: „Essen ist unter den
eigenen Erwartungen geblieben und nominell die stärkste Mannschaft in
dieser Runde. Das Team ist sehr gut besetzt. Das gilt auch für Herne,
die wir schon aus der Regionalliga kennen. Eine starke Mannschaft mit
sehr starken Ausländern, die Aufgaben werden schwer, aber nicht
unlösbar.“ Ein Fanbus wird das Team am Freitag nach Essen begleiten und
auch für das Heimspiel setzt der EHC-Trainer auf die Bärenfans. „Ich war
allerdings von der Zuschauerresonanz gegen Herford enttäuscht. Was
sollen wir denn noch machen, um mehr Zuschauer in die Halle zu locken?
Wenngleich man sagen muss, dass unsere treuen Fans, die da waren, mal
wieder eine Bombenstimmung gemacht haben. Das hat uns gewaltig geholfen,
dafür können wir uns alle nur bedanken. Aber die Mannschaft hat einfach
mehr Zuschauer verdient.“
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