Regionalliga-Aufstiegsrunde.
Dass die Bären derart entspannt ins Ruhrgebiet reisen können,
haben sie den bisherigen Ergebnissen zu verdanken. Vier Siege in
sechs Spielen zeigen deutlich: Neuwied ist auf Kurs. Und mit den
drei Punkten aus dem Sieg gegen Herne im Hinspiel ist auch das
Punktekonto im direkten Vergleich bereits satt gefüllt. Eine
Niederlage beim Mitfavoriten auf den Gewinn dieser Pokalrunde
wäre also durchaus zu verschmerzen, auch wenn man nichts
verschenken wird.
„Herne hat sich durch die Niederlage gegen Darmstadt selbst
unter Zugzwang gebracht“, sagt Arnold. „Die müssen jetzt Gas
geben, der Druck ist auf ihrer Seite.“ Das turbulente Hinspiel
mit insgesamt 240 Strafminuten ist beim Bärencoach längst kein
Thema mehr. „Was soll der Stress? Wir haben drei gute
Eishockeyspiele auf Augenhöhe mit Herne erlebt, zwei Mal davon
haben wir gewonnen. Und jetzt treffen wir uns zum vierten Mal.“
Die Niederlage in Grefrath und den Punktverlust gegen Herford
bezeichnet der EHC-Coach im Nachhinein als „ärgerlich. Aber für
mich ist das Glas halbvoll und nicht halbleer. Wir haben schon
eine ganze Menge erreicht und die Mannschaft spielt mit viel
Spaß und Engagement. Wenn wir jetzt auch in Herne punkten, dann
wären die Karten für uns schon extrem gut gemischt.“ Aktuell
belegt Neuwied den vierten Tabellenplatz, der die Qualifikation
zur Oberliga bedeuten würde. Zudem hat der EHC noch immer zwei
Spieler weniger ausgetragen als der Rest der Liga – man kann
also auch noch weitere Punkte nachlegen.
Dass die Bären bei Ihrer Rückkehr nach Herne sicherlich mit
vielen Pfiffen empfangen werden, stört den Trainer nicht.
„Unsere Spieler haben mittlerweile meine Mentalität angenommen.
Die ärgert das nicht. Im Gegenteil, die spielen eher noch
besser, wenn sie von vorneherein kräftig ausgepfiffen werden. Je
mehr Pfiffe, desto besser spielen die Jungs.“
Personell wird der Bärencoach, sollten keine neuen Blessuren
oder Erkrankungen hinzukommen, mit dem gleichen Kader planen
können, der am vergangenen Sonntag einen souveränen Sieg gegen
den ESC Darmstadt eingefahren hat. Zum letzten Mal wird Arnold
in Herne damit auf Kapitän Stephan Petry verzichten müssen, der
das vierte und letzte Spiel seiner Matchstrafe absitzen muss.
Den Ausfall des Stürmers hatte die Mannschaft bisher blendend
kompensiert – und so unterstreicht auch Arnold noch einmal:
„Stephan ist für uns ein sehr wichtiger Spieler. Aber wenn er
fehlt, springen eben die anderen Jungs ein. Das Team macht das
schon.“


Neuwied, 23. Februar 2012