EHC pirscht sich an Platz zwei heran

Der EHC „Die Bären“ 2016 befindet sich im Hauptrunden-Endspurt der Eishockey-Regionalliga West weiterhin auf Kletterkurs. Weil die Neuwieder am Sonntagabend ihr einziges Spiel des Wochenendes bei den Lauterbacher Luchsen mit 9:5 für sich entschieden und der Herforder EV am Freitag überraschend gegen Dinslaken nach Verlängerung verloren hatte, beträgt der Rückstand auf Tabellenplatz zwei nur noch zwei Zähler.Wieder Lauterbach – wie schon Anfang Januar -, wieder ein torreiches Spektakel, wieder eine 3:2-Führung für die Neuwieder nach dem ersten Drittel: Die Begegnung im Vogelsbergkreis erinnerte in einigen Punkten an das Premierenspiel von Daniel Benske hinter der EHC-Bande kurz nach dem Jahreswechsel. Der musste beim ersten Kabinengang zunächst noch kritische Worte wählen und fand sie auch. Sein Team lag zu diesem Zeitpunkt zwar vorne, drückte dem Geschehen auf dem Eis jedoch nicht so den Stempel auf, wie die Bären, bei denen neben dem gesperrten Andreas Wichterich auch Willi Hamman und René Sting fehlten, es gerne gewollt hätten. „Wir besaßen zwar mehr Spielanteile, konnten unser Ding aber nicht so durchdrücken, wie wir es vor hatten“, sagte Benske. So kamen die Gastgeber, die die Abwehrarbeit groß schrieben, einige Male zu Kontern. Robert Sokol (5.) und Benjamin Schulz (16.) nutzten zwei davon. Sie drehten die frühe Neuwieder Führung, für die Moritz Schug gesorgt hatte (3.), in ein 2:1. Aber auch die Deichstädter waren gut im Zurückschlagen: Michael Jamieson (16.) und Sven Schlicht (18.) schossen noch vor der ersten Pausensirene das 2:3 heraus.
„Ab dem zweiten Drittel haben wir das Spiel dann souverän heruntergespielt und mit einer disziplinierten Leistung nicht mehr viele Lauterbacher Aktionen zugelassen, lediglich noch bei kleinen Unkonzentriertheiten. Das war deutlich stärker als in den ersten 20 Minuten“, freute sich Benske über die Steigerung, die sich in weiteren Toren von Michael Jamieson (22.), Moritz Schug (25.), noch einmal Jamieson (33.) und Dennis Schlicht (40.) ausdrückte.
Aber diese Lauterbacher Mannschaft verdient sich in diesen Tagen großen Respekt. Seit zwei Wochen spielt das Team des Schweizers Coachs Thomas von Euw nur mit zwei Reihen, auch diesmal standen lediglich zehn Feldspieler zur Verfügung. Das hinterlässt Spuren, aber der ECL kämpfte einmal mehr bis zum Umfallen und ließ nicht locker. Jan Hammerbauer (23.) und Benjamin Schulz (40.) verkürzten zum 3:4 und 4:7. Der Ex-Lauterbacher Carsten Hohmann (42.) und Verteidiger Frederic Hellmann (54.) schraubten das Ergebnis im Schlussabschnitt weiter in die Höhe. Die überragende Lauterbacher Formation mit Hammerbauer, Sokol und Schulz trat durch Schulz‘ 5:8 (49.) allerdings auch noch einmal in Erscheinung. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung“, fasste Daniel Benske zusammen. Denn man darf nicht vergessen, dass die Hessen unlängst bei Meister Hamm gewonnen und am Freitag den Neusser EV mit 10:5 besiegt hatte. Mit ähnlich kleinem Aufgebot.

Lauterbach: Grunewald (Stenger) – Jüngst, Apel, Zizka – Knieling, Schulz, Sokol, Schindler, Pietschmann, Lichnovsky, Hammerbauer.
Neuwied: Schaffrath (Köllejan) – Pering, Hellmann, Schütz, Neubert, D. Schlicht, Morys, Neumann – Fröhlich, S. Asbach, Kley, Jamieson, Müller, Hohmann, Brabec, S. Schlicht, Etzel, Schug.
Schiedsrichter: Julian Meyer.
Zuschauer: 351.
Strafminuten: 4:6.
Tore: 0:1 Moritz Schug (Asbach) 3‘, 1:1 Robert Sokol (Schulz, Hammerbauer) 5‘, 2:1 Benjamin Schulz (Sokol) 16‘, 2:2 Michael Jamieson (Neumann, Brabec) 16‘, 2:3 Sven Schlicht (Etzel, Müller) 18‘, 2:4 Michael Jamieson (Neubert) 22‘, 3:4 Jan Hammerbauer 23‘, 3:5 Moritz Schug (Fröhlich, Asbach) 25‘, 3:6 Michael Jamieson (Brabec) 33‘, 3:7 Dennis Schlicht (Etzel) 40‘, 4:7 Benjamin Schulz (Sokol) 40‘, 4:8 Carsten Hohmann (Jamieson, Brabec) 42‘, 5:8 Benjamin Schulz (Sokol, Hammerbauer) 49‘, 5:9 Frederic Hellmann (Fröhlich, Asbach) 54‘.

Er trifft und trifft und trifft: Michael Jamieson schnürte in Lauterbach einen Dreierpack.

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